Von 06. bis 08. Juni 2008 fand der diesjährige, mittlerweile 12. Ausflug ins Jugendferiendorf Inzell statt. Mit 29 Kindern, Jugendlichen und Betreuern nahmen heuer sieben Kinder weniger als in den beiden Vorjahren am traditionellen Ferienwochenende teil.
Abfahrt war wie immer am Freitag um 14.00 Uhr an der Park & Ride – Anlage in Pfarrkirchen. Zwei TuS-Busse und einige PKW’s sorgten dafür, dass die Truppe sicher ihr Ziel erreichte. Die ca. zweistündige Fahrt, die von Andi angeführt wurde, führte mehr oder weniger zick-zack in Richtung Süden und musste wegen akuter Übelkeit eines Kindes für ca. zwanzig Minuten unterbrochen werden. Nachdem das Problem neben der Straße „zurückgelassen“ wurde, konnte die Fahrt fortgesetzt werden.
Nach der Ankunft teilte sich die Gruppe in zwei Jungen- und einer Mädchenhütte auf, die von Andi, Ninni und mir angeführt wurden. Da keine der drei Hütten voll belegt war, blieb der gnadenlose Kampf um die oberen Liegeplätze in den Stockbetten heuer aus – zumindest in den beiden Jungenhütten. Noch vor dem Abendessen stand ein Stünderl Selbstverteidigungstraining auf dem Programm. Gestärkt vom Hähnchen süßsauer spielten die Jungs Fußball. Bis auf Daniel und Lukas. Die zogen es vor, in die Mädchenhütte zu gehen. Danach spielten die Jungs mit Karten und die Mädchen mit Handys. Ach ja, Julia und Janine schminkten sich und Ramona lackierte sich ihre Fingernägel. Der Ines und Ramona ist es übrigens zum Verdanken, dass so mancher Betreuer trotz des eher spärlich ausgefallenen Abendessens doch noch satt wurde. Voll gestopft mit Haribos und Schokokeks ging’s dann in die Kellerbar, wo die Trainer und Betreuer beim abendlichen Bierchen (und Feigling) einen anstrengenden Tag ausklingen ließen.
Am Samstag, den zweiten Tag, mussten wir auf Ninni verzichten. Schon am frühen Morgen verließ uns die Arzthelferin in Richtung Altötting, um eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren. Über die Mädchenhütte herrschten nun Bibi und Steffi. Nach dem Frühstück stand wieder eine Stunde Training auf dem Programm. Diesmal wurden Kombinationen trainiert, die dann später zu einem Happo-Kumite zusammengesetzt wurden. Der restliche Vormittag stand allen zur freien Verfügung. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Ruhpolding ins Hallenbad „Vita Alpina“, wo wir uns von den bisherigen Strapazen erholten. Obwohl der Regen am Nachmittag eine Pause machte, waren die Temperaturen alles andere als sommerlich. Trotzdem nutzten einige den Außenbereich des Bades, um vom 1-, 3- und 5-Meter-Brett zu springen. Danach ging’s aber wieder schnell in Richtung Dampfgrotte oder Solebecken. Wieder zurück im Feriendorf wartete Ninni schon auf uns und wir testeten unser Geschick beim Hi-Ball-Spiel, einer Mischung aus Trampolin und Basketball, das längst zum festen Inzell-Programm gehört. Hungrig vom vielen Sport freuten sich alle schon aufs Abendessen. Erwartungsgemäß war die Nachtruhe am zweiten Tag mindestens zwei Stunden früher als noch am ersten.
Nach dem Sonntagsfrühstück erwatete uns Hermann, der das Abschlusstraining hielt. Dieses Jahr stand die Kata Jion auf dem Programm. Herrmann trainierte mit der Gruppe, die vor allem aus Orange-, Grün- und Violettgurten bestand, nicht nur den Ablauf der Kata, sondern auch eine mögliche Bunkei (Anwendung). Außerdem erklärte er uns, dass „Jion“ auf japanisch so viel wie „Tempelklang“ bedeutet, was möglicherweise auf die vielen Stampftechniken zurückzuführen ist. Die zweite Bedeutung der Kata, nämlich „Liebe und Güte“ lässt sich nur schwer mit den Techniken, die auf knallharte Selbstverteidigung abzielen, zu vereinen. Besonders Christoph, der Herrmann als Prügelknabe diente, kann dies durchaus bestätigen.
Noch vor dem Mittagessen wurden die drei Hütten blitze blank geputzt, so dass das Essen schon beinahe auf dem Boden stattfinden hätte können.
Kurz danach brachen wir auch schon wieder auf in Richtung Heimat, wo wir um ca. 14.00 Uhr auch schon wieder freudig empfangen wurden.
Auch heuer möchte ich mich wieder bei den Eltern Manfred Stümpfl (Hinfahrt) und Wolfgang Preissler (Heimfahrt) bedanken, die uns diesen wunderbaren Ausflug durch Ihre Taxidienste ermöglicht haben.
Ach ja, wusstet ihr, dass …
- von den 29 Teilnehmern acht zum ersten Mal, sechs zum zweiten Mal, fünf zum dritten Mal, eine zum vierten Mal, vier zum fünften Mal, eine (Steffi) zum sechsten Mal, einer (Christoph) zum achten Mal und drei (Andi, Ninni und ich) zum 12. Mal (also immer) mit dabei waren.
- dies erst der dritte Inzellausflug (nach 2002 und 2005) ist, der in der Sommerzeit stattfand. Vier fanden im Frühling, drei im Herbst und zwei schon fast im Winter statt.
- die Teilnehmerzahlen zwischen 17 (2000, 02) und 36 (2006, 07) lagen.
- wir zum vierten Mal nach 2001, 2006 und 2007 eine dritte Hütte hatten.
- es diesmal keine gemischte Hütte gab.
- eine Teilnehmerin vor vier Jahren wegen Krankheit heimreisen musste.
- wir dieses Jahr nicht im Krankenhaus Traunstein waren. Letztes Jahr war René und vor zwei Jahren ich.
- anstatt Liegestützen zur Strafe „Hirnbatzerl“ verteilt wurden.
- Ellen am Samstagabend freiwillig die Hütte zusammenkehrte.
- die Eltern Wolfgang und Anita Preissler immer von einem kleinen Hund begleitet werden (der wahrscheinlich Sehnsucht nach Janine hat).
- Ramonas Haribos und Ines Schokokekse hervorragend schmeckten.
- Stefan Stümpfl karierte lange Unterhosen trägt und er diese so weit hochzieht, dass man sie schon vom Weiten erkennen kann.
- Steffi und Bibi gerne Wasserpfützen, Brief- und Streukästen, Mülleimer, Kühe und Verkehrsschilder fotografieren.
- sich die stark geschminkten Mädchen nur ungern fotografieren lassen.
- so mancher Teilnehmer für Make Up und Deo wahrscheinlich mehr Geld ausgegeben haben, als für Essen.
- ich für ein Handyspielverbot in Inzell bin.
- mir der Ausflug gut gefallen hat.
- mir jetzt absolut nichts mehr einfällt.
von Roland Hager |
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