3. Niederbayern Masters der Kinder und Junioren am 05.07.2008 in Pfarrkirchen

 

 

     

Bereits zum 3. Mal fand das Niederbayern Masters der Kinder und Junioren am 5. Juli in der Pfarrkirchner Gymnasiumturnhalle statt. Mit ca. 120 Teilnehmern aus 12 Niederbayerischen DTKV-Dojos wurden die Veranstaltungen aus den Jahren 2006 und 2007 deutlich übertroffen. Gekämpft wurde in Kata Einzel, Kata Team, Kumite Einzel und Kumite Team in 36 Kategorien um die begehrten Medaillen und Pokale. Dank unserer Nachwuchskampfrichter, die schon teilweise bei der Süddeutschen Meisterschaft Erfahrung sammeln durften, konnten heuer in den Wettkämpfen der Unter- und Mittelstufe erstmals drei Kampfflächen gebildet werden.

Los ging’s um 10.00 Uhr nach der Kampfrichterbesprechung und Eröffnung durch Dojoleiter Sepp Neuberger mit den Wettkämpfen in der Oberstufe. Die fanden in der oberen Halle auf zwei Kampfflächen statt, da einige Nachwuchs-Kampfrichter in diesen Kategorien selbst mit am Start waren.
In der Gruppe der 4. und 3. Kyus (Violett- und Braungurte) belegte Manuel Weinfurtner in Kata Einzel den 3. Platz vor Teamkollegen René Hölzlwimmer. Den Kumitewettbewerb konnte Manuel für sich entscheiden, was der erste Einzelsieg seit über zwei Jahren für den Realschüler war. Silber und Bronze holten sich René und Patrick Hölzlwimmer. Bei den Mädchen waren keine Pfarrkirchnerinnen am Start. Beide Disziplinen konnte erwartungsgemäß die Landshuterin Michaela Wohlmuth für sich entscheiden. Silber ging in Kata und Kumite an Tanja Kerscher (Deshi Dingolfing) und Bronze holte sich jeweils Sandra Kellberger (Griesbach). Die Niederalteicherin Natalie Bauer durfte sich über Bronze (Kumite) und Platz 4 (Kata) freuen.
Andreas Zauner, der heuer zum ersten Mal in der Gruppe ab 2. Kyu am Start war, konnte in Kata sogar einige Schwarzgurte hinter sich lassen und war am Ende hochzufrieden über Rang 3. Es siegte Helmut Kraus (Niederalteich) vor Christoph Högl (Landshut), die sich auch den Kumitewettbewerb unter sich ausmachten, wenn auch in der andren Reihenfolge. Wie erwartet siegte in Kata der Mädchen Yvonne Högl vor Lisa Karbaumer (beide Landshut). Bronze ging an Franziska Grasmaier und Rang 4 an Steffi Grundmüller (beide Pfarrkirchen). Eine Überraschung gab es im Kumite: Hier konnte Lisa Karbaumer ihre Landshuter Kollegin und Seriensiegerin Yvonne Högl im Finale bezwingen. Die beiden Bronzemedaillen gingen an die Franziska Grasmaier und Bianca Kalfier.
Wie schon bei der Deutschen im April konnten sich die Landshuter Mädels Yvonne Högl, Lisa Karbaumer und Michaela Wohlmuth in Kata Team ab Braungurt durchsetzen. Silber ging an die Teamkollegen Christoph Högl, Mario Dettenkofer und Stefan Stroka, Bronze an PAN 22 (Andreas Zauner, Manuel Weinfurtner und Patrick Hölzlwimmer) vor PAN 21 (Bianca Kalfier, Franziska Grasmaier und Annalena Edmaier). In der B-Gruppe ab 13 Jahren gingen alle vier Finalplätze ans Dojo Pfarrkirchen. Es siegte das Team PAN 1 mit Manuel Weinfurtner, Patrick und René Hölzlwimmer vor PAN 20 (Andreas Zauner, Jakob Steinsiek und Oliver Struckmeier), die bei der Deutschen im B-Kader mangels Konkurrenz nicht antreten durften. Ellen Keßler, Janine Preissler und Julia Litzlbauer (PAN 6) holten Bronze vor Bianca Kalfier, Andrea Bauer und Janine Preissler (PAN 19).
Zum Glück fanden die Kumitewettbwerbe unter ärztlichem Beistand statt, denn während der Teamwettbewerbe, die in Jiyu-Ippon-Kumite ausgetragen wurden, erwischte es Ellen Keßler so schwer, dass ein Weiterkämpfen vorerst nicht möglich war. Wie erwartet siegten bei den Jungs und Mädels jeweils die Landshuter, die in der gleichen Aufstellung, wie in Kata Team (siehe oben) antraten. Für eine Überraschung sorgten Jakob Steinsiek, René Hölzlwimmer und Oliver Struckmeier im Team PAN 3, die im Halbfinale das höher gehandelte Team PAN 3 (Andreas Zauner, Manuel Weinfurtner, Patrick Hölzlwimmer) ausschalteten und Silber holten.
Silber ging bei den Mädchen an Bianca Kalfier, Franziska Grasmaier und Annalena Edmaier und Bronze an Steffi Grundmüller, Andrea Bauer, Ellen Keßler und Ines Kalfier.
Gleich im Anschluss an die Oberstufen-Wettkämpfe wurden die Sieger geehrt, damit anschließend die Wettkämpfe auch auf der dritten Kampffläche in der unteren Halle stattfinden konnten.

Erstmals nahmen heuer auch Weißgelbgurte am Niederbayern Masters teil. In Kata wie auch im Kumite, wo Mädchen und Jungen zusammen starteten, siegte der Johanniskirchner Robert Klostermayer.
Auch in der Gruppe der Gelb- und Orangegurte der Jahrgänge 2000/01 starteten Jungen und Mädchen zusammen. In beiden Disziplinen siegte die Landshuterin Jasmin Ulrich. Julia Huber vom Dojo Pfarrkirchen belegte in Kata den 3. und in Kumite den 2. Platz. Teamkollegin Lena Fischer wurde in Kata 4.
Die Jahrgänge 1998/99 wurden in Mädchen und Jungen aufgeteilt. Bei den Mädchen siegte in Kata wie schon bei der Süddeutschen Jessica Wurm. Annalena Schmoigl (Dojo Geisenhausen), die in Kata 3. wurde, siegte in Kumite vor den beiden Pfarrkirchnerinnen Julia Ogon und Jessica Wurm.
Der Landshuter Simon Maier siegte in Kata wie auch in Kumite bei den Gelbgurtjungen der Jahrgänge 1999 – 97. Die Gruppe der Orangegurte gleichen Alters war dagegen fest in Pfarrkirchner Hand. Jürgen Aigner siegte souverän in beiden Disziplinen. Silber und Bronze ging in Kata an Jonathan Strasser und Matthias Jagdhuber. Im Kumite holte sich Nikitas Kaftiranis Silber vor Matthias Eichinger und Elias Altmann, die sich beide über Bronze freuen durften. Lediglich Platz 4 in Kata ging mit Nicolas Paulik (Landshut) an einen Nicht-Pfarrkirchner.
Die Mädchengruppe der Gelb- und Orangegurte der Jahrgänge 1997 und älter wurde dagegen vom Dojo Niederalteich dominiert. In Kata und Kumite gingen jeweils die ersten vier Plätze an das Dojo von Helmut Kraus. Beide Male siegten die Geschwister Angelika und Jessika Suchomski vor Franziska Messert und Stefanie Wilhelm. Eine Pfarrkirchner Beteiligung gab es in dieser Gruppe nicht.
Dafür waren die Gastgeber in der Parallelgruppe der Jungen überlegen. In Kata holte sich Christian Eichinger vor Michael Sommer und den Landshuter Armin Bresler seinen ersten Sieg. Platz 4 ging an Felix Hackl. Im Kumite-Finale besiegte Michael Sommer den Landshuter Armin Bresler und gewann Gold. Die beiden Bronzemedaillen gingen an die Pfarrkirchner Christian Eichinger und Stefan Pfister.

In der Mittelstufe (6. bis 4. Kyu) war die Überlegenheit unserer Starter derart riesig, dass in jeder der sechs Entscheidungen die ersten vier Plätze belegt wurden.
Bei den Jungen der Jahrgänge 2000 bis 1997 dominierte Dominik Tenzer das Geschehen in Kata Einzel. Überlegen holte sich der dreimalige Topolinoteilnehmer aus Brombach Gold vor Simon Haas, Martin Huber und Fabian Riediger. In Kumite konnte Simon den Spies umdrehen und besiegte Dominik im Finale. Die beiden Bronzemedaillen gingen an Martin Huber und Fabian Riediger. Alle Nicht-Pfarrkirchner waren bereits während der Vorkämpfe ausgeschieden.
In der Jahrgangsgruppe 1996 bis 1990 siegte Daniel Lohr in Kata überlegen vor Lukas Heckensteiger, Christian Huber und Oliver Struckmeier. Ganz knapp konnte sich Oliver Struckmeier in Kumite-Finale gegen Christian Huber durchsetzen. Lukas Heckensteiger und Daniel Lohr scheiterten in Halbfinale und teilten sich somit den 3. Platz.
Äußerst knapp ging’s bei den Mädchen in Kata Einzel zu. In der Vorrunde lagen die ersten drei innerhalb von nur zwei Zehntel. Erst das Finale verschaffte Klarheit. Es konnte sich Ellen Kessler gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen. Silber ging an Ines Kalfier, Bronze an Janine Preissler und Platz 4 an Melanie Bobe. Beim erneuten Schlagabtausch im Kumite lies Ellen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Im Finale besiegte sie die überraschend starke Sarah Kremsreiter, die mit Platz 2 ihr bestes Ergebnis überhaupt feierte. Die beiden Bronzemedaillen erkämpften sich Ines Kalfier und Andrea Bauer. Viele Mitfavoritinnen sind bereits während de Vorkämpfe ausgeschieden.

Fast alle Medaillen der Teamwettbewerbe in der Unter- und Mittelstufe gingen ans Dojo Pfarrkirchen. In Kata Team der Jahrgänge 1998 und jünger setzten sich erwartungsgemäß Dominik Tenzer, Martin Huber und Jonathan Strasser (PAN 4) durch. Platz 2 ging an Jessica Wurm, Felix Müller und Nikitas Kaftiranis (PAN 12). Die Bronzemedaille holte sich das Team Landshut 1 mit Carina Bischoff, Jasmin Ulrich und Simon Maier vor PAN 8 (Jonathan Strasser, Julia Ogon und Jana Farek.
Einen ungefährdeten Sieg erkämpfte sich das Favoritenteam PAN 2 mit Lukas Heckensteiger, Christian Huber und Daniel Lohr in der Jahrgangsgruppe 1996/97. Das Wittibreuter Team PAN 5 (Ines Kalfier, Ulrike und Ramona Huber) sicherte sich sensationell die Silbermedaille. Auf Rang 3 landeten Ellen Keßler, Ines Kalfier und Melanie Bobe (PAN 3) vor PAN 9 (Dominik Tenzer, Simon Haas und Fabian Riediger).
Mangels Konkurrenz wurden die Kumite-Team-Wettbewerbe bis 5. Kyu zur Pfarrkirchner Dojomeisterschaft. Bei den Jungen siegte das Dreamteam PAN 5 (Lukas Heckensteiger, Christian Huber und Daniel Lohr) ähnlich souverän wie in Kata Team. Das Team PAN 11 mit Oliver Struckmeier, Christian Eichinger und Michael Sommer hatte im Finale trotz starker Leistung keine Chance und musste sich mit Silber begnügen. Die Bronzemedaillen gingen an PAN 15 (Jürgen Aigner, Matthias Eichinger und Matthias Jagdhuber) und PAN 7 (Dominik Tenzer, Simon Haas und Fabian Riediger).
Ellen Keßler, Janine Preissler und Julia Litzlbauer vom Team PAN 6 konnten sich im Finale der Mädchen gegen PAN 8 (Ines Kalfier, Ulrike und Ramona Huber) durchsetzen und über Gold freuen. Rang 3 teilten sich PAN 10 (Melanie Bobe, Sarah Kremsreiter und Nina Grabow) und PAN 12 (Jessica Wurm, Julia Ogon und Jana Farek).

Am Ende hatten wir 17 Gold, 19 Silber, 31 Bronze und 11 vierte Plätze auf dem Medaillenkonto, was uns zum dritten Mal hintereinander den Sieg in der Dojowertung vor Landshut (12 – 7 – 2 – 3) einbrachte. Rang 3 ging an Niederalteich (3 – 4 – 5 – 2), vor Johanniskirchen und Deshi Dingolfing. Somit konnte der Einstein-Cup, der seit  letztem Jahr fürs beste Dojo vergeben wird, verteidigt werden.
Zu guter Letzt möchte ich mich bei allen Helfern, Schreibern, Kampfrichtern und sonstigen Helfern bedanken, ohne die so ein Turnier nicht möglich gewesen wäre. Besonderer Dank gilt Christof Kessler, der schon im letzten Jahr den Einstein-Cup und die Dojofahne gespendet hat und in diesem Jahr die Anlage und Boxen zur Verfügung stellte. Dadurch konnte wie schon bei der Deutschen Meisterschaft in Lollar und beim Weihnachtsturnier die Veranstaltung musikalisch aufgewertet werden. Bedanken möchte ich mich auch bei den Sponsoren CLG und Herrn Anton Hölzl und beim Sponsorensucher und Wienerwürstelspender Thomas Baumgartner, der auch immer ein offenes Ohr für uns hat.

von Roland Hager